Codierung und Zahlensysteme

2.4. Codierung und Zahlensysteme#

Ein Computer arbeitet mit elektrischen Signalen, also physikalischen Zuständen. Diese Zustände werden durch Milliarden von Transistoren gespeichert und über Bussysteme übertragen. Ein Transistor kann (vereinfacht) zwei Zustände ausgeben: an oder aus.

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Abb. 2.6 Eine Lampe, die entweder aus (links) oder an (rechts) geschaltet sein kann.#

  • Für einen Computer sind das zunächst nur unterscheidbare Zustände.

  • Damit man damit rechnen und sie speichern kann, werden sie als 0 und 1 notiert.

  • Aus vielen solchen Notationen entstehen Bitfolgen.

Definition: Bit

Ein Bit (binary digit) ist die kleinste Informationseinheit in einem Computer. Es kann genau zwei Werte annehmen: 0 oder 1 (entspricht zwei unterscheidbaren Zuständen, z. B. aus/an).

  • Alle Informationen, die ein Computer verarbeitet, liegen letztlich als Bitfolgen vor.

  • Für sich genommen haben Bitfolgen keine Bedeutung.

  • Eine Codierung legt fest, wie eine Bitfolge zu interpretieren ist.

Merksatz

Merksatz: Ohne Codierung ist eine Bitfolge nur eine Folge von 0 und 1.

Die gleiche Bitfolge kann – je nach Kontext – völlig unterschiedliche Bedeutungen haben.

Beispiel: Die Bitfolge 01000001 kann bedeuten:

  • die Zahl 65 (numerische Codierung)

  • den Buchstaben „A“ (ASCII-Codierung)

  • einen Farbwert in einem Bild

  • einen Teil eines Maschinenbefehls

Welche Bedeutung gilt, wird durch die verwendete Codierung festgelegt. Typische Codierungsarten sind:

  • Zahlen: Bitfolgen werden durch numerische Codierungen als Zahlen interpretiert.

  • Text: Zeichen werden über Zeichencodierungen (z. B. ASCII, UTF-8) auf Bitfolgen abgebildet.

  • Bilder: Bilder bestehen aus Pixeln, deren Farbwerte numerisch codiert sind, also wiederum Zahlen.

  • Töne: Schall wird abgetastet und als Folge numerischer Werte gespeichert, also ebenfalls als Zahlen dargestellt.